Susi Müller
Die Wirklichkeit - ein Traum

28. Januar – 12. März 2005

Die Österreicherin Susi Müller lebt und arbeitet in Linz. Ihre Ausstellungen führen sie immer wieder in die Zentren Europas. Ihre frühere Aufgabe in einer Werbeagentur war sicher mit ausschlaggebend, sich nunmehr ganz der künstlerischen Tätigkeit als Malerin zu widmen. Das Thema dieser Ausstellung «die Wirklichkeit- ein Traum» scheint dieser Künstlerin auf den Leib geschrieben zu sein. Ihre Bilder, die sie oft mehr als dreissig Mal übermalt, sind von einer geradezu überschäumenden Wirklichkeit. Die Bilder von Susi Müller lassen den Gedanken zu, dass mit der Wirklichkeit auch Träume gemalt worden sind. Farben, Schatten und Gestalten streiten sich um die Vorrangstellung. Es ist Sache des Betrachters zu beurteilen, was davon dominiert.


Rita Hüttenmoser
Schlüssel der  Mysterien

8. April – 25. April 2005

Wenn Kunst hilft, Träume zu erwecken, Phantasien zu beflügeln und das Leben zu erfühlen, dann sind  die Werke dieser St. Galler Künstlerin ein wichtiger Schlüssel zu den Mysterien dieser Welt. Rita Hüttenmoser ist eine Frau, die mit vollem Herzen alle Gefühle verströmt und über ihre Werke an die Betrachter weiterleitet. Ihren Schmerz erleben wir ebenso mit wie ihre Glückseligkeit. Ihre Sorgen spüren wir ebenso aus den Bildern als würde die Künstlerin sie uns anvertrauen.


Franz Studer
Gemälde

3. Juni – 15. Juli 2005

In der neuesten Ausstellung kann man «Studer den Maler» bewundern. Die Malerei war seine ursprüngliche künstlerische Betätigung – bevor er sich der Auseinandersetzung mit dem dreidimensionalen Raum, dem Skulpturalen zuwandte.
Zur Malerei kam er über das Aquarellieren und konzentrierte zunächst auf die Darstellung von Gegenständlichem – Tiere, insbesondere Vögel. Nach Jahren der intensiven künstlerischen Weiterentwicklung – im Wechsel mit der Bildhauerei – arbeitet Franz Studer heute mit Acryl und hat sich einer abstrakten Richtung mit leicht gegenständlichen Motiven zugewendet. Er trägt die Farbe grossflächig mit Spachtel auf und modelliert einzelne Partien dreidimensional.
Seine Bilder entspringen nicht einem philosophischen oder vergeistigten Anspruch – er probierte und experimentiert gerne – mit Formen und Farben. So lange, bis er ein Thema für sich erschöpfend bearbeitet  hat – und sich dann wieder neuen Ideen und Aufgaben zuwendet. Studer ist kein impulsiver oder spontaner Maler – vielleicht ist es sein Beruf, die Architektur, die ihn lenkt – seine Werke scheinen eher konstruktiv und überlegt.
Die Blickpunkte in seinen neuesten Bildern entstehen durch klare Formen mit starken farblichen Akzenten. Seine Werke entstehen in einem Zug – selten überarbeitet er sie. Er macht keine Skizzen, sondern stellt dar, was vor seinem Geistigen Auge sichtbar ist. Und so entstehen abstrakte Landschaften und Traumgebilde – dem Betrachter bleibt viel Freiraum in der Interpretation.


Alfred Kaijack
Acrylbilder

2. September – 14. Oktober 2005

Der in Spreitenbach lebende Künstler Alfred Kaijack wurde 1933 in Riga, Lettland, geboren. In Berlin liess er sich zum Lithografen ausbilden – und dieser sein Brotberuf erlaubte ihm, sich in der freien Zeit ganz der Malerei hinzugeben. Kaijack lebt seit 1961 in der Schweiz – mit einem Unterbruch von 12 Jahren in den USA, wo er sich in der Academy of Art weiterbildete und an Ausstellungen beteiligte.
Seine Acrylbilder zeigen Studien aus der Natur wie beispielsweise Sonnenblumen, Tomaten, Äpfel oder Kürbisse in leuchtenden Farben. Von ganz anderer Art sind Kaijacks Aquarelle, die er draussen in der Landschaft malt, dabei haben es ihm die Landschaften aus Afrika, der Toskana und unserer Umgebung besonders angetan.
Am liebsten malt Kaijack abstrakte Bilder, denn da kann er malen was er fühlt - sein Inneres auf die Leinwand bringen.


Leonardo La Barbera
Acrylbilder

18. November 2005 – 14. Januar 2006

Die künstlerische Laufbahn Leonardo La Barberas ist mit den vielseitigen Erfahrungen gespickt, die ihm im Laufe der Jahre eine eigene stilistisch markierte Prägung gaben – nicht zuletzt durch seine handwerklichen Versuche, die zur Ausbildung des Künstlers La Barbera einen entscheidenden Beitrag leisteten.
Das Besondere an ihm ist, dass er die Enge des handwerklichen Schaffens überwunden hat und gekonnt Koordinierungsstrategien der Struktur eines jeden seiner Werke anwendet, um ein überraschendes Ergebnis hinsichtlich des Aussehens und des Sinnes des Produktes zu erreichen. Die handwerkliche Substanz ist das Feld, auf dem La Barbera jedes kreative Experiment bewerkstelligt, wo er die ihm eigenen Ausdrucks-Instrumente erweitert und vervollständigt.  Der Aktionsradius des Künstlers spannt sich von den plastischen Formen bis hin zu malerischen Lösungen - immer auf der Suche nach einer vollendeten Darstellung der Formen und Zeichen. Leonardo La Barbera arbeitet an feinen, glänzenden Gemischen, die sich mit dem Licht in grösstmöglicher Harmonie verschmelzen. Die Formen und Zeichen seiner Werke folgen angedeuteten und nicht greifbaren Regeln, die eine Fantastische Interpretation mit den Elementen der Natur zulassen. Seien es seine Plastiken oder die Leinwand – immer wieder verblüfft die meisterliche Einbeziehung der Komponente Licht in seine Werke, ein ideales Feld für die Widerspiegelung der vitalen Beben und Spiele ebendieser Komponente.
Sie fliessen zusammen und verschmelzen sogar dann, wenn es sich um eine Aggression von Farben handelt oder eine stürmische expressionistische Aktion – die unsere Umwelt in bewegten Bildern erscheinen lässt. Auf diese Art führt uns Leonardo La Barbera mit seinen malerischen Werke ins Gebiet der flüchtigen, unbeständigen Vorstellungen, wobei seine Werke nicht das Endprodukt sind sondern den Anfang einer Wanderung darstellen, erreichbar durch unsere Einbildungskraft.