20.11.2025

Raum für Ideen – Rückblick auf die Regionale 2025

Zwischen Mai und Oktober 2025 wurde sichtbar, was über Jahre gewachsen ist: zahlreiche Projekte, die Lebensqualität,
Zusammenhalt, Kultur und Entwicklung von Landschaft und Freiräumen fördern. Die Regionale 2025 hat viele dieser Vorhaben
angestossen, begleitet und bekannt gemacht – und damit verdeutlicht, wie vielfältig das Limmattal heute ist.

Projekte im Fokus
Das Projekt «ART FLOW», initiiert vom gleichnamigen Verein und unterstützt durch das Amt für Städtebau der Stadt Zürich, macht
das gesamte Limmattal seit 2023 zur offenen Kunstgalerie. Rund 30 Werke von Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland sind in
Bahnhöfen, auf Plätzen und entlang von Wegen zu sehen. Der öffentliche Raum wurde zur Bühne, die Bevölkerung zur aktiven
Betrachterin. Das Projekt läuft noch bis Anfang 2026 und hat viele Gespräche über das Zusammenleben und die Gestaltung der Region angeregt.

Das Projekt «Wohnen im Limmattal: Zeit für neue Perspektiven» der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
befasst sich mit älteren Wohnsiedlungen, die zwischen 1950 und 1980 entstanden sind und heute vor Veränderungen stehen. Oft
werden sie abgerissen und durch Neubauten ersetzt – dabei geht gewachsene Nachbarschaft verloren. Das Projektteam stellt
daher die Frage, wie Sanierungen und Erneuerungen künftig gestaltet werden können, ohne soziale Strukturen zu zerstören.
Entstanden ist ein Merkblatt, das Gemeinden hilft, den sozialen Wert von Siedlungen bei Planungen zu berücksichtigen. Es steht
auch über 2025 hinaus als praktisches Werkzeug zur Verfügung und wurde durch die Veranstaltung «Zukunft Wohnen» ergänzt,
die sich mit den Herausforderungen des wachsenden Limmattals befasste.

Der Landschaftskorridor Hüttikerberg–Sandbühl verbindet die Gemeinden Spreitenbach, Dietikon, Oetwil an der Limmat und
Würenlos. Ziel ist ein zusammenhängender Agrarpark, der Landwirtschaft, Erholung und Gewerbe sinnvoll verbindet. Erste
konkrete Massnahmen wurden 2025 umgesetzt: Panorama- Sitzbänke und kombinierte Liege- und Tischgruppen laden
entlang der Limmat zum Verweilen ein. In Oetwil an der Limmat wurden die historischen Trockensteinmauern am Rebhang
Girhalden restauriert, und auf einem Feld des Biohofs Fondli entsteht ein Agroforst – eine Anbauform, die Gehölze und
Ackerbau kombiniert. Weitere Massnahmen folgen 2026.

Ein Fazit – und ein Anfang
Auch Spreitenbach war Teil dieses gemeinsamen Projekts und hat mit seiner Beteiligung dazu beigetragen, das Limmattal als
vernetzte und lebendige Region zu stärken. Mit der Regionalen 2025 ist ein Fundament gelegt, auf dem Gemeinden, Initiativen
und Menschen weiter aufbauen können – mit neuen Ideen für ein Limmattal, das sich gemeinsam weiterentwickelt.