23.04.2026

16. Spreitenbacher Limmatschiessen

Am Samstag, 18. April 2026, war es endlich so weit: Der erste Schiesstag des 16. Spreitenbacher Limmatschiessens stand an. Ein Anlass nach der Winterpause, auf den man sich freut und bei dem man viele Schiessfreunde wieder trifft.

Kurz vor 8.00 Uhr trafen die ersten Funktionäre und Helfer des Schützenvereins Spreitenbach (SV) ein, von den Schützenmeistern über die Eingangskontrolleure und Standblattboten bis zu den Schiesswarnern, dem Parkdienst, der Büromannschaft, den Jungschützen und ganz wichtig der Küchencrew. Während sich alle auf den pünktlichen Start um 9.00 Uhr vorbereiteten, breitete sich auf der Anlage bereits die vertraute, konzentrierte Stimmung aus. Dabei wird einem wieder bewusst, welche Geschichte hinter diesem Anlass steckt.

Im April 2009 führte der SV Spreitenbach erstmals das „Spreitenbacher Limmatschiessen“ durch. Als neuer Vereinsanlass gestartet, entwickelte sich daraus schnell eine Tradition, die sonst verloren gegangen wäre. Das Limmatschiessen wurde vom FSV Oetwil-Geroldswil übernommen, der bis 2008 ebenfalls in der Gemeinschaftsschiessanlage Härdli geschossen hatte, seinen Betrieb jedoch wegen Mitgliedermangels einstellen musste. Umso wichtiger war es, dass der SV Spreitenbach den Anlass weiterführte. Mit den Jahren entwickelte sich das Spreitenbacher Limmatschiessen rasch zu einem der grösseren Schiessanlässe im Kanton Aargau. 

Dieser Wettkampf dient dem Vergleich der Vereine und fliesst in die Kategorieneinteilung der Vereinskonkurrenz des Schweizerischen Schiesssportverbands ein. Diese Entwicklung war auch am ersten Schiesstag spürbar; in der Präsenz, der Organisation und der Selbstverständlichkeit, mit der der Anlass heute zum Jahresablauf gehört.

Insgesamt reisten an diesem ersten Samstag rund 317 Schützinnen und Schützen aus über 40 Schützenvereinen der Kantone Aargau und Zürich an. Diese Vielfalt zeigt, welchen Stellenwert das Limmatschiessen mittlerweile hat, da es Schützen aus der Region zusammenbringt, Begegnungen ermöglicht und den sportlichen Wettbewerb in einem kameradschaftlichen Rahmen pflegt.

Die Stimmung war während des gesamten Anlasses ruhig und konzentriert. Lebhaft wurde es jeweils dort, wo sich Schützen trafen. Dies zeigte sich beim Warten vor dem Stand, beim Fachsimpeln über Ausrüstung und Gewehrgadgets, beim Vergleichen der Resultate sowie später beim gemütlichen Zusammensitzen bei Speis und Trank.

Im Schiessstand standen Disziplin und Konzentration im Vordergrund. Jeder Durchgang war eine in sich geschlossene Prüfung aus Atmung, Anschlag und Abzug, gefolgt von der Rückmeldung der Polytronic-Anzeige, die präzise zeigt, ob die Technik sitzt oder noch Korrekturen nötig sind.

Auf die Scheibe A10 wurde ein Programm mit zwei Probeschüssen, sechs Einzelschüssen mit Einzelanzeige und vier Schüssen mit Schlussauswertung geschossen. Die Schützen wurden in verschiedenen Kategorien eingeteilt. Kategorie A (Standard- und Freigewehr), D (Karabiner und Sturmgewehr 57/03) sowie E (Sturmgewehr 90 und 57/02).

Die Organisation hinterliess insgesamt einen soliden Eindruck. Die Abläufe wirkten gut eingespielt, mit klaren Anweisungen und jederzeit ansprechbaren Helfenden. Besonders in den Übergängen wie Anmeldung, Standzuteilung und Materialkontrolle zeigte sich die Bedeutung von Routine und Freiwilligenarbeit für das Gelingen des Limmatschiessens.

Der erste Samstag des 16. Limmatschiessens bleibt als ein Tag in Erinnerung, den man nicht nur „absolviert“, sondern erlebt hat: Eine Spreitenbacher Tradition, die lebendig ist; Leistung, die aus vielen kleinen, sauberen Schritten entsteht; und eine Schützengemeinschaft, die auch dann trägt, wenn das eigene Resultat einmal nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht.

Der SV Spreitenbach freut sich auf den nächsten Samstag, 25. April 2026, wenn der zweite Schiesstag in der Gemeinschaftsschiessanlage Härdli in Spreitenbach durchgeführt wird und es wieder heisst: «Guet Schuss!».